Villa Martha in Sopot

denkmaler

Die Villa wurde im Auftrag von August Karpiński nach den Entwürfen des Danziger Architekten Paul Renzel erbaut. Es handelte sich um ein zweigeschossiges, klassizistisches Haus mit markanten architektonischen Elementen wie einer Aussichtsloggia im Obergeschoss, einem zweiflügeligen Risalit und einem Seitenturm, der mit einem spitzen Helm und einer Laterne gekrönt war. 1909 wurde neben der Villa ein Nebengebäude errichtet, ebenfalls von Renzel entworfen. 1912 verkaufte Karpiński die Villa, die damals als Villa Martha bekannt war, an Ignatz Paul Schröder aus Sopot. Der neue Eigentümer beauftragte den Architekten Fr. Jödicke mit dem Umbau des Nebengebäudes, das in die Ipsiana Zigarettenfabrik umgewandelt wurde. 1919 erwarb Witold Kukowski, ein Jurist und Ökonom, das Anwesen. Kukowski ließ den Eingang an der Süd- und Ostseite umbauen und die Turmspitze verändern; mit den Arbeiten wurde der Danziger Architekt W. Harnau beauftragt. Nach 1926 gelangte die Villa in den Besitz von Saturnin Edward Doering, einem Marzipan- und Kakaoproduzenten, der dort bis in die 1930er Jahre einen Teil seines Geschäfts betrieb.

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