Leuchtturm in Sopot
Der Leuchtturm in Sopot hat eine außergewöhnliche Geschichte, da er ursprünglich als Schornstein diente. Im Jahr 1903, während des Baus einer balneologischen Anlage, entstand ein Heizhaus, dessen Schornstein so gestaltet wurde, dass er sich harmonisch in die umliegende Architektur einfügte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude von der Stadt übernommen und in ein Badehaus umgewandelt. 1956 wurde es dem Rheumatologie-Krankenhaus unterstellt. Im Jahr 1975, nach der Modernisierung des Heizhauses, wurde der Schornstein überflüssig und in einen Leuchtturm umgebaut, indem ein Navigationslicht darauf installiert wurde. Anfangs betrug die Reichweite des Lichts 5 Seemeilen, sodass es nicht als Leuchtturm eingestuft wurde. Erst nach einer Erhöhung der Reichweite auf 17 Seemeilen erhielt er diesen Status. Heute jedoch, seit der Reichweite-Reduktion auf 7 Seemeilen im Jahr 1999, wird er offiziell nicht mehr als Leuchtturm anerkannt, auch wenn er umgangssprachlich immer noch so genannt wird. Der Turm ist als Aussichtspunkt für Besucher geöffnet und bietet einen außergewöhnlichen Blick auf die Ostseeküste.
