Zisterzienserabtei Oliwa – Zeuge von Jahrhunderten und Geschichte
Die Zisterzienserabtei Oliwa, 1186 von Herzog Sambor I. von Danzig gegründet, ist eines der bedeutendsten Kulturgüter Pommerns. Sie entstand als Filiale des Zisterzienserklosters in Kołbacz und ihre Geschichte reicht bis in die romanische Zeit zurück, als im 13. Jahrhundert das Presbyterium der Basilika und der östliche Flügel des Klosters mit einem Dormitorium errichtet wurden. Spätere gotische Erweiterungen gaben der Kirche ihre heutige Gestalt und bereicherten sie um Elemente wie die Kapelle des Heiligen Kreuzes aus dem 15. Jahrhundert und das Torhaus. In der Neuzeit erlebte das Kloster viele Zerstörungen, beispielsweise 1577, die einen Wiederaufbau und eine Modernisierung erforderten. Neue Dachwerke wurden eingeführt, Gewölbe wiederhergestellt und die Wirtschaftsgebäude erweitert. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche um die Kapellen der Fünf Wunden und die Marienkapelle bereichert und der umliegende Garten im Barockstil umgestaltet. Ein bedeutendes Ereignis war die Unterzeichnung des Friedensvertrages von Oliva im Jahr 1660, der den polnisch-schwedischen Krieg beendete. Ende des 18. Jahrhunderts, zur Zeit des Abtes Jacek Rybiński, erlebte die Abtei eine Blütezeit. Es entstanden neue Gebäude wie der Neue Abteipalast und der Abteistall, und der Klostergarten wurde vom Gärtner Johann G. Saltzmann neu gestaltet. Leider wurde die Abtei 1772 von Preußen übernommen und ihr Besitz konfisziert. 1831 wurde das Kloster endgültig aufgehoben und die Pfarrkirche 1925 zur Kathedrale im neu errichteten Bistum Danzig erhoben. Heute ist das ehemalige Kloster in Oliwa ein wertvolles historisches Denkmal, das romanische Einfachheit, gotische Monumentalität und moderne Eleganz vereint.
