Rennbahn Sopot - Reitertradition an der Ostsee
Die Rennbahn Sopot ist eine einzigartige Anlage in Europa, von deren Tribünen aus man einen Blick auf das Meer genießen kann und so eine einzigartige Verbindung von sportlichem Wettkampf und maritimer Atmosphäre entsteht. Ihre Geschichte reicht bis in die 1870er Jahre zurück, als preußische Husaren aus Danzig hier Jagdrennen als Kavallerie-Training organisierten. 1898 begannen regelmäßig Flach- und Hindernisrennen. Damals entstanden auch die noch heute bestehenden Infrastrukturelemente: die Rennbahn, zwei Tribünen und die Totalisatorhalle.
In der Zwischenkriegszeit erlangte die Sopoter Rennbahn, die sich im Freien Stadt Danzig befand, europäischen Ruhm. Sie war Schauplatz internationaler Reitturniere, die perfekt zum Charakter des Sommerkurorts passten. Ihre ausgezeichnete Bahn und die malerische Umgebung – auf der einen Seite bewaldete Hügel, auf der anderen Seite ein 400 Meter entfernter Strand – zogen Pferdesportfreunde aus ganz Europa an.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Rennen wieder aufgenommen, aber in den 1980er Jahren wurde die Rennbahn in ein Trainingszentrum und ein Zentrum für Reitsport umgewandelt. Der Rennsport kehrte erst Ende der 1990er Jahre zurück, als die Anlage von der Stadt Sopot übernommen wurde.
Heute vereint die Rennbahn die Funktionen einer Rennbahn, eines Trainingszentrums und eines Ortes für Freizeitreiter. Hier werden Wettbewerbe organisiert, insbesondere im Springreiten. Auf dem Gelände gibt es ein Pferdestall und einen Kutschenverleih. Die Rennbahn Sopot mit ihrer einzigartigen Lage und ihrer reichen Geschichte ist ein wichtiger Punkt auf der Landkarte der Region.
